Freitag, 30. Januar 2009 15:12
Prognosen für Luftfahrt ungebrochen positiv +++ Flugzeuge mit langfristiger Wertstabilität
Sehr geehrter Herr Anleger und Kunde des Beteiligungsfinders,
der Pilot der US-Airways-Maschine vom New Yorker Regionalflughafen La Guardia mit Ziel Charlotte hat sich eine recht unkonventionelle Landebahn ausgesucht. Es ist kaum vorstellbar, dass ein Flugzeug auf dem Hudson-River zur Landung ansetzt, aber das Leben schreibt eben die kuriosesten Geschichten. Haben diese dann auch noch mit Flugzeugen zu tun, sind sie umso spektakulärer. Dennoch ist das Flugzeug das sicherste Transportmittel, das es gibt – und jeder, der morgens mit dem Auto zur Arbeit fährt, begibt sich in größere Gefahr als wenn er ein Flugzeug besteigt. Die Popularität des Flugzeugs als Reisemittel nimmt stetig zu. Seit Anfang der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts ist das Passagieraufkommen um durchschnittlich sechs Prozent p.a. angestiegen. 2006 war ein echtes Rekordjahr: Die Fluggesellschaften erreichten weltweit insgesamt mehr als vier Billionen transportierte Passagierkilometer (RPK). Flughäfen sind mittlerweile die wichtigsten Drehkreuze für Passagiere geworden – bei ihrem Anblick muss man unwillkürlich an einen Ameisenhaufen denken. Im Jahr 2007 hielten sich dort jeden Tag mehr als 6,1 Millionen Passagiere auf, die auf In- und Auslandsflügen unterwegs waren. Für Reisen über 350 Kilometer ist das Flugzeug ökonomisch wie ökologisch betrachtet jedem anderen Personentransportmittel weit überlegen. In dieser Entfernungskategorie bewegt es sich quasi ohne jede Konkurrenz.
Wie andere Wirtschaftsbereiche auch profitiert auch der Luftverkehr vom Wachstum in Asien. Hervorzuheben sind der Inlandsverkehr in China und die interkontinentalen Verbindungen zwischen Asien und dem Rest der Welt, deren Nachfrage in der jüngeren Vergangenheit exponentiell angestiegen sind. Dieser Trend setzt sich weiterhin fort: Laut Airbus wird Asien-Pazifik im Jahr 2026 mit einem Anteil von 31 Prozent der größte Flugverkehrsmarkt sein. Dabei erweist sich der Luftverkehr auch noch als das krisenresistenteste Segment im Transportwesen – die vielen Kriege, Ölkrisen, Seuchen oder Terroranschläge sorgen zwar immer für einen leichten Knick nach unten. Aber der Markt erholt sich stets unglaublich schnell und antwortet mit außergewöhnlich hohen Steigerungsraten.
Blick in die Zukunft
So sieht auch der Blick in die Zukunft trotz Finanzkrise und drohender Rezession wesentlich besser aus als mancher erwartet. Flugzeugfonds sind demnach in jeder Hinsicht ein nach wie vor mehr als lohnendes Investment. Airbus erwartet, dass die Fluggesellschaften im Jahr 2026 insgesamt elf Billionen RPK verzeichnen werden. Das entspricht einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum in Höhe von 4,9 Prozent. Als Wachstumsmotoren werden sich die Regionen Asien, Osteuropa und Südamerika erweisen. Moderate bis sehr gute Wachstumsprognosen sorgen in den jeweiligen Ländern allmählich für einen zunehmenden Wohlstand, der natürlich wiederum neue Begehrlichkeiten weckt. So wird in diesen Gebieten der Urlaubsverkehr entsprechend zunehmen. Welch Potenzial hier schlummert, zeigt eine interessante Zahl: Während 2006 nur jeder 44. Inder auf eine Flugreise pro Jahr kam, reiste jeder US-Amerikaner im gleichen Zeitraum gleich zweimal mit diesem Verkehrsmittel.
Neben der Globalisierung und dem Weltwirtschaftswachstum kommt in diesem Zusammenhang auch der Liberalisierung des internationalen Luftverkehrs eine bedeutende Rolle zu. Wenn zusätzliche Routen freigegeben werden, steigt die Zahl der Angebote. Im Allgemeinen wird das Fliegen auch erschwinglicher, auch wenn hier die stark schwankenden Kerosinpreise zu beachten sind. Der zweite große Flugzeughersteller, Boeing, hat errechnet, dass alle 15 Jahre fünfzig Prozent mehr Flughäfen direkt miteinander verbunden sind. 2006 sollen zwischen Europa und Asien-Pazifik mehr als dreimal so viele Flughäfen direkt angeflogen worden sein als noch zwanzig Jahre zuvor.
Blick auf die Flugzeugflotte
Ebenfalls Boeing meldet für Ende 2007 einen Bestand an Passagierflugzeugen von rund 19.000. Den größten Anteil daran machen Maschinen mit einem Gang und einer Kapazität zwischen 100 und 200 Fluggästen aus. Diese sind hauptsächlich im innereuropäischen beziehungsweise inneramerikanischen Verkehr zum Einsatz gekommen. Beachtlich ist außerdem der Anteil an Regionalflugzeugen mit 90 Plätzen. Für die kommenden zwanzig Jahre rechnen sowohl Airbus als auch Boeing mit einer starken Zunahme an Maschinen, wobei allerdings gerade das Segment der größeren Flugzeuge mit zwei Gängen und 200 bis 400 Sitzplätzen für Furore sorgen wird. Deren Anzahl soll sich laut den Prognosen im genannten Zeitraum verdoppeln. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen: Einerseits werden die nachgefragten Entfernungen größer, andererseits nimmt der Nahe Osten einen dynamischen Aufstieg zum internationalen Luftfahrtdrehkreuz. Mit Langstreckenflugzeugen können von dort aus non-stop fast alle international bedeutenden Städte angeflogen werden. Dazu kommt, dass größere Maschinen bei der aktuell zu beobachtenden steigenden Flugfrequenz die daraus resultierende Belastung der Flughäfen minimieren.
Airbus geht von einem Gesamtbedarf an bis 2026 neu abzuliefernden Passagiermaschinen in Höhe von 29.538 aus. Das entspricht einem Investitionsvolumen in Höhe von USD 2,6 Billionen.
2007 verzeichneten die beiden Herstellergiganten zusammen 2.754 Neubestellungen (Netto). Abgeliefert wurden lediglich 894. Folge daraus ist ein extrem großer Nachfrageüberhang. Was heißt das? Flugzeuge haben eine längere Nutzungszeit und verfügen über eine große Wertstabilität. Besonders gefragte Modelle erzielen demnach sogar noch steigende Restwerte. Das hat positive Auswirkungen auf die Höhe der erzielbaren Leasingraten und die Verkaufserlöse, die nach Ablauf eines Fonds erzielt werden können.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte sich jeder Investor mit Flugzeugfonds beschäftigen, da wir hier einen stabilen Wachstumsmarkt vorfinden, in dem sich hervorragende Erträge erzielen lassen.