Montag, 26. Juli 2010 13:44
Anfang der vergangenen Woche ging eine Nachricht durch die Weltpresse, die besonders in den Wirtschaftskreisen, die mit Energie und Export verbunden sind, für Aufregung sorgte: Fatih Birol, Chefvolkswirt der IEA (Internationale Energieagentur) teilte dem Wallstreet Journal mit, dass China 2010 erstmals mehr Energie verbraucht als die Vereinigten Staaten! Die Tatsache an sich überrascht die Experten nicht – beim rasanten Wachstum der chinesischen Wirtschaft war zu erwarten, dass China die USA irgendwann überrunden würde. Allerdings hatte man allgemein diesen Zeitpunkt erst in einigen Jahren gesehen. China hat, wie Sie aus unseren Vertriebsinformationen und der Presse wissen, die USA bereits als größter Automarkt der Welt in diesem Jahr überholt, und auch Deutschland als Exportnation vom ersten Platz verdrängt.
Was dabei in Erstaunen setzt, ist die Geschwindigkeit, mit der diese Entwicklung vonstatten ging: Noch vor zehn Jahren war der Gesamtenergieverbrauch in China nur halb so groß wie der der USA. Auf das Erdöl bezogen hat China im Juni dieses Jahres 8,71 Mio. Barrel Öl am Tag verbraucht, das sind bei ca. 85 Mio. Barrel Tageskonsum mehr als 10 % des globalen Verbrauchs. Wie Fatih Birol in einem kürzlich von der ARD geführten Interview ausführte, ist dies erst der Anfang einer rasanten Entwicklung. Er brachte das Beispiel der steigenden Nachfrage nach Kraftfahrzeugen und machte den gewaltigen Nachholbedarf am Vergleich mit den USA und Deutschland klar: In den USA kommen auf 1.000 Köpfe 860 Kraftfahrzeuge, in Deutschland sind es 700 und in China nur 19!
Ein Report der UBS-Analysten mit dem Titel „What if everybody in ChIndia had a car?“ (Was wäre, wenn jeder in ChIndia ein Auto hätte?) bringt die fast unvorstellbare Dynamik des möglichen Wachstums, die auf die Ölnachfrage durchschlagen würde, auf den Punkt: Nur 4 % der Chinesen über 14 Jahre und nur 1 % der Inder haben Pkws. In Südkorea sind es schon 26 %, in den Vereinigten Staaten 44 % und in Japan sogar 46 %. Wenn die Kfz-Dichte nur das südkoreanische Niveau erreichen würde, würde das laut UBS eine Vervielfachung um 1125 % der Kraftfahrzeuge in China und Indien bedeuten. Das würde die weltweiten Autoverkäufe auf das 5,7-fache (!) steigern. Und dann stellen Sie sich noch bitte vor, dass das Niveau amerikanische oder japanische Verhältnisse erreichen würde. Außerdem dürfen Sie davon ausgehen, dass die meisten neuen chinesischen Autos mit Benzin oder Diesel fahren. Unvorstellbar? Nicht, wenn Sie sich vor Augen halten, wie der chinesische Markt in der Vergangenheit gewachsen ist. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Noch in 1995 wurden in China 326.000 Personenkraftwagen verkauft, letztes Jahr waren es bereits 8,7 Millionen. Der Markt wuchs in knapp 15 Jahren um das 26-fache. Und wenn der Markt in ChIndia weiter im selben Tempo wächst?
Nicht umsonst investiert China zwischenzeitlich Milliarden Dollar in überseeische Ölprojekte in Regionen wie Brasilien, Afrika und den Mittleren Osten. Auch in Kanada hat der staatlich kontrollierte Ölgigant Sinopec kürzlich für 4,60 Milliarden US-Dollar Beteiligungen an Syncrude Canada erworben, und PetroChina hat knapp 2 Milliarden US-Dollar für eine Beteiligung an den Athabasca Oil Sands geboten.
Nach Ansicht der internationalen Wirtschaftsexperten wandelt sich die chinesische Wirtschaft Schritt für Schritt in eine konsumabhängige Wirtschaft, und deswegen wird auch logischerweise der Energieverbrauch weiterhin sehr stark wachsen. Um Ihnen noch ein überzeugendes Beispiel zu geben: Die IEA erwartet, dass China noch in 2010 ca. 50 % der globalen Steinkohleproduktion verbrauchen wird! Das gibt Ihnen eine Vorstellung davon, was eventuell für die Ölnachfrage in Aussicht steht.
In der Anlage finden Sie zwei aktuelle Artikel zum Thema China und Energieverbrauch. Zusätzlich finden Sie noch einen Link zu einer hochinteressanten Fernseh-Reportage, ausgestrahlt in der ARD. Thema: Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko und mögliche Auswirkungen auf den Ölpreis. Es lohnt sich, den Beitrag anzusehen. (Link zum Video:
http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2010/0719/03_erdoel.jsp)
POC Zwei
Eckdaten
- kein Erstinvestitionsrisko, da POC Eins vollständig investiert – Branchendienst bestätigt
19,7 % Eigenkapitalrentabilität (nach kanadischer Steuer)
- kein Blindpool, da bereits Investitionen für 18 Mio. EUR gesichert
- monatliche Vorabausschüttungen in Höhe von 1 % der Beteiligung
- Rendite > 14 % IRR* p.a.
- Kapitalbindung nur ca. 6 Jahre
- Inflationsschutz
- Partizipation an steigenden Ölpreisen
Analysen
- kapital-markt intern 22/10
“POC setzt Maßstäbe bei Öl- und Gasfonds”
- Invest-Report 20.05.2010
A (sehr gut)
„Das Investitionskonzept wurde beim Vorläuferfonds überzeugend umgesetzt“
- Werteanalysen Nerb 24.04.10
Ausgezeichnet
„Konservatives Konzept mit hoher Planungssicherheit. […] Im Zielmarkt sehr erfahrener und etablierter Partner […].“