Freitag, 7. Mai 2010 10:30
Gesellschaft König & Cie.
Fondskategorie Schiffe Sonstiges
Substanzquote 92.70 %
Fremdkapitalquote:
Währung: EUR
Mindestanlage 10.000 EUR
Ausschuettung
Laufzeit 10 J. Jahre
Aktueller Status verfuegbar
Verfügbar seit: 08.09.2008
Marktchancen – und Risiken 2010.
Schiff
Die weltweite Wirtschaftskrise als Folge der Finanzkrise ließ die Nachfrage speziell im Bereich der Containerschifffahrt, aber auch der Tank- und Bulkschifffahrt ab Ende 2008 einbrechen. Speziell in der Containerschifffahrt liegen derzeit geschätzt ca. 8 % der Flotte auf, haben also keine Beschäftigung und werden „geparkt”. Auch wenn je nach Markt durchaus differenzierte Erholungstendenzen zu erkennen sind, so sind dennoch aktuell viele Anleger, die in der Vergangenheit Schiffsfonds gezeichnet haben, negativ betroffen. Diese Situation wird derzeit von vielen Medien aufgegriffen, meist reichlich unreflektiert und oftmals überzeichnend an der wirklichen Situation vorbei.
Dies führt im Zusammenspiel mit den nach wie vor sehr volatilen Kapitalmärkten und der daraus resultierenden Risikoaversion vieler Privatanleger zu einer extremen Zurückhaltung bei der Zeichnung klassischer Schiffsfonds. Unserer Einschätzung nach wird sich an dieser Situation auch im Verlauf des Jahres 2010 nur wenig ändern. Es stellt sich die Frage, ob das richtig ist – antizyklisch handeln!
Deutlich erfolgversprechender stellen sich dagegen einige Spezialmärkte im Bereich Schifffahrt dar. So profitieren vor allem Zweitmarktfonds wenn es darum geht, die aktuell niedrigen Bewertungen zu nutzen. Im Verlauf des Jahres werden auch einige sogenannte Bridge Fonds zu sehen sein. Hier wird es darum gehen, Zwischenfinanzierungen für vielversprechende Schiffsfonds zu stellen, um dann bei einem einsetzenden Aufschwung überproportional zu partizipieren. Auch spezielle Themen wie Hochseeschlepper oder Kreuzfahrtschiffe werden Ihre Nischen finden. All diese Themen profitieren davon, dass sie von negativer Berichterstattung weniger betroffen sind und sich damit für den Anleger als unbelastete Themen darstellen.
Quelle: Efonds24
Das Beteiligungsangebot ist als geschlossener Dachfonds konzipiert. Mit einer Investition in das König & Cie. “Schiffahrts Investment I” beteiligen sich die Anleger an der Erste Schiffahrts Investment GmbH & Co. KG, die wiederum das eingeworbene Eigenkapital mittelbar über neu zu gründende oder erworbene Tochtergesellschaften in mehrere Schiffe unterschiedlicher Schiffstypen investiert. Die jeweiligen Schiffsgesellschaften sollen die erworbenen Schiffe betreiben und zu einem späteren Zeitpunkt wieder veräußern. Im Rahmen des mittelbaren Erwerbs von Seeschiffen konzentriert sich die Fondsgesellschaft insbesondere auf Containerschiffe, Tankschiffe und Bulkcarrier (Massengutfrachter). Konkrete Angaben über die zukünftigen Anlageobjekte der Fondsgesellschaft können jedoch noch nicht gemacht werden, da die einzelnen Beteiligungen an Schiffsgesellschaften zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nicht feststehen und noch keine Schiffe erworben wurden (Blind Pool). Gegenwärtig hat sich die Fondsgesellschaft lediglich an einer Schiffsgesellschaft beteiligt, die noch nicht in Seeschiffe investiert hat.
Investmentausschuss:
Die Fondsgesellschaft hat einen Investmentausschuss, der aus drei Personen besteht. König & Cie. hat die Herren Tobias König, Jörn Meyer und Klaus Fickert in den Investmentausschuss der Fondsgesellschaft berufen. Der Investmentausschuss berät die Komplementärin bei Investitions- und Veräußerungsentscheidungen im Hinblick auf Seeschiffe und der Beteiligung an Schiffsgesellschaften. Bei Investitionsentscheidungen bedarf die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft die vorherige Zustimmung des Investmentausschusses.
Der Beitritt des Anlegers erfolgt zunächst als Treugeber über eine Treuhandgesellschaft, die König & Cie. Treuhand GmbH. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte sich der Anleger unmittelbar als Kommanditist in das Handelsregister eintragen lassen.
Für die Fondsgesellschaft ist eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018 geplant. Die Komplementärin kann maximal dreimal bestimmen, dass sich die Dauer um jeweils ein Jahr verlängert.
Die Nachfrage nach Schiffahrtsleistungen und auch allen anderen Transportleistungen resultiert aus der wirtschaftlichen Aktivität der einzelnen Länder und vor allem aus deren Warenaustausch. Gleichzeitig ist die Schiffahrt eine der wesentlichen Voraussetzungen für internationalen, vor allem interkontinentalen Warenaustausch und damit wirtschaftlicher Entwicklung. Insgesamt stellt die Schiffahrt somit heute das bei weitem wichtigste Transportmittel im Langstreckenverkehr dar. Im interkontinentalen Verkehr dürften rund 95% der Waren auf dem Seeweg transportiert werden. Die Entwicklung des Weltseehandels verläuft langfristig betrachtet im Wesentlichen parallel zur Wirtschaftsentwicklung. Seit 1985 wurde ein durchschnittliches Wachstum von knapp 3,7% erzielt. Im Jahr 2007 belief sich das Gesamtvolumen des Weltseehandels schätzungsweise auf etwas über 8,1 Mrd. Tonnen. Mehr als 70% des weltweiten Seehandelsvolumens besteht aus Massengütern. Durch das stärkere Wachstum vor allem in den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil des trockenen Massenguts mit gut 37% inzwischen höher als der der Flüssigladung. Der drittgrößte Block innerhalb der über See verschifften Waren ist die containerisierte Ladung. Sie stellt inzwischen fast 16% des Gesamtvolumens und gewinnt stetig Anteile hinzu.
Einzahlung des Eigenkapitals: Die von den Anlegern jeweils gezeichneten Einlagen sind sofort zu 100% zuzüglich 5% Agio nach Aufforderung durch die Treuhänderin zu leisten. Die Mindestbeteiligungssumme beträgt EUR 10.000, höhere Beträge müssen durch 1.000 teilbar sein. Auszahlungen an Anleger: Die von den jeweiligen Schiffsgesellschaften an die Fondsgesellschaft ausgezahlten Liquiditätsüberschüsse sollen nach Bildung einer angemessenen Liquiditätsreserve grundsätzlich nicht in neue Seeschiffe investiert, sondern an die Kommanditisten ausgezahlt werden. Die Entnahme von Eigenkapital aus den Schiffsgesellschaften, das durch Fremdkapital auf Ebene der Schiffsgesellschaften ersetzt wird, kann hingegen in bestehende oder neue Schiffsgesellschaften reinvestiert werden. Sofern die Anleger in der Beitrittserklärung nicht die Auszahlungen in USD gewählt haben, erfolgt die Auszahlung von Gewinnen und Liquiditätsüberschüssen an die Anleger grundsätzlich in EUR bezogen auf den tatsächlich eingezahlten Teil ihrer Kommanditeinlagen und berechnet ab dem Tag nach der jeweiligen Einzahlung. Konkrete Prognosen über die Höhe der Auszahlungen sowie deren Zeitpunkt können nicht abgegeben werden, da diese von den Rückflüssen aus den noch nicht feststehenden Beteiligungen der Fondsgesellschaft an den Schiffsgesellschaften bzw. von der noch nicht getätigten Investition der bereits neu gegründeten Schiffsgesellschaft abhängen. Gewinnvorab König & Cie.: a) Bis zur Veräußerung der Seeschiffe erhält König & Cie. 25% der übersteigenden laufenden Erlöse. Diese entstehen, wenn die Fondsgesellschaft mit seiner Beteiligung bei der jeweiligen Schiffsgesellschaft mindestens 8% p.a. bezogen auf das jeweilige gebundene Kapital in der bisherigen Fondsgesellschaftslaufzeit erzielt hat. b) Bei Veräußerung der Seeschiffe erhält König & Cie. auf Ebene der Schiffsgesellschaften einen Gewinnvorab in Höhe von 25% der Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem gebundenen Kapital der Kommanditisten abzüglich 75% der bisher König & Cie. insgesamt zugewiesenen oder vorgetragenen laufenden Gewinnvorabansprüche.
Aktuelle Beispiele: Fonds – Schiffe / Bulk Carrier