Freitag, 18. Dezember 2009 11:57
Der Hamburger Initiator HEH stellt seinen aktuellen Geschlossenen Fonds Flybe Edinburgh vor. Anlegern haben die Möglichkeit, sich an einem neuen und sehr modernen Regionalflugzeug des Typs Bombardier Dash 8-Q400 zu beteiligen.
Fondsname: Flybe Edinburgh, HEH
Fondskategorie: Flugzeuge
Substanzquote: 88.23 %
Mindestanlage: 5.000,– €
Laufzeit: 18 Jahre
Aktueller Status: verfuegbar
Ausschuettung: 8.00% – 68.00%
Renaissance der Turboprop Flybe – Edinburgh – HEH
Turboprop vs. Strahltriebwerk (Jets): Beide Technologien bieten Vorteile. Sowohl hinter der Turboprop-Technologie als auch hinter Jet-Triebwerken steht die Wirkungsweise einer Turbine. Während beim Turboprop die Turbine den Propeller antreibt und damit den Vortrieb erzeugt, wird beim Strahltriebwerk eine relativ geringe Luftmasse angesaugt und sehr stark beschleunigt, wodurch ein Rückstoß entsteht.
Propellertriebwerke können aufgrund ihrer speziellen Wirkungsweise nur bis zu einer bestimmten Höhe betrieben werden, die sich durch die Luftdichte ergibt. Im Vergleich zu einem Strahltriebwerk ist die Höchstgeschwindigkeit daher geringer. Dafür sind Turboprops wesentlich energieeffizienter, erfordern weniger Wartungsaufwand und verbrauchen bis zu 50%weniger Treibstoff als Jets. Bei modernen Turboprop-Triebwerken werden zunehmend Luftschrauben verwendet, die fünf oder oft noch mehr überlappende Schaufelblätter besitzen. Dadurch kann derselbe Luftdurchsatz wie bei herkömmlichen Propellern mit geringerer Schaufellänge und/oder niedrigerer Drehzahl erreicht werden. Durch die niedrigere Geschwindigkeit an den Blattspitzen erreicht man einen niedrigen Geräuschpegel. Gleichzeitig bleiben die Stromgeschwindigkeiten an den Blattspitzen unter dem Bereich der Schallgeschwindigkeit und die damit verbundenen Reibungskräfte werden minimiert.
Durch die steigenden Kerosinpreise ist es in den letzten Jahren zu einer Renaissance der Turboprop-Flugzeuge gekommen. Im Januar 2008 wurden für Rohöl erstmals in der Geschichte USD 100 je Barrel gezahlt, im Juni 2008 lag der Preis bereits über USD 140. Fluggesellschaften mit einer Flugzeugflotte mit hohem Treibstoffverbrauch wurden im Jahr 2008 bei einem Anteil der Kerosinkosten an den operativen Gesamtkosten von bis zu 60% (im Branchendurchschnitt lag der Anteil zwischen 30% und 40%, bei Flybe beträgt der Anteil wegen des Einsatzes der ökonomischen Q400 nur rund 24%) finanziell schwer belastet. So führten besonders die hohen Treibstoffpreise zu einem Branchenverlust im Jahr 2008 von rund USD 10,4 Mrd. Besonders betroffen waren US-Airlines, da diese vergleichsweise alte Flugzeuge einsetzen. Fluggesellschaften mit einer modernen treibstoffeffizienten Flugzeugflotte – wie Flybe – konnten hingegen auch im Jahr 2008 zum Teil ansehnliche Gewinne erwirtschaften. Seit einem Allzeithoch von knapp unter USD 150 im Juli 2008 sind die Ölpreise aufgrund der nachlassenden Weltkonjunktur zeitweise bis auf unter USD 50 zurückgekommen. Zum Zeitpunkt der Prosektaufstellung lag der Ölpreis allerdings schon wieder bei rund USD 70. Langfristig wird erwartet, dass Öl teuer bleibt. So sollte die steigende Nachfrage aus Ländern wie China und Indien auf Dauer preiserhöhend wirken. Auch viele Experten gehen für die nächsten Jahre weiterhin von hohen Treibstoffpreisen aus, was die Nachfrage nach ökonomisch und ökologisch vorteilhaften Turboprop-Flugzeugen unterstützen sollte.
Die deutlichen Vorteile der Turboprops bei Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen, kombiniert mit ihren flexibleren Einsatzmöglichkeiten im Vergleich zu Jets – etwa auf kurzen Startund Landebahnen – haben den Markt stark wachsen lassen. Im Gleichklang mit den steigenden Ölnotierungen stiegen die Turboprop-Bestellungen an. Aufgrund der hohen Betriebskosten hält beispielsweise ATR-CEO Filippo Bagnato Regionaljets erst ab 90 Sitzen für effizient einsetzbar. So bestellten im Jahr 2005 erstmals wieder mehr Fluggesellschaften Turboprop-Flugzeuge in der Größenklasse um die 70 Sitze als vergleichbare Regionaljets. Im Durchschnitt lag der Anteil derTurboprop-Flugzeuge an den Neubestellungen in den Jahren 2005 bis 2008 im Regionalflugzeugmarkt bei rund 57 %.
Wettbewerbsvorteile bieten sich vor allem im Regionalverkehr bei Entfernungen bis 520 nm (nautical miles) bzw. rund 960 km – dies entspricht in etwa einer Entfernung von Hamburg nach Bern. Strengere Umweltbestimmungen, die in den nächsten Jahren für Fluggesellschaften zu erwarten sind, sollten ebenfalls für eine hohe Nachfrage nach umweltfreundlicheren TurbopropFlugzeugen sorgen. Jüngst wurde beispielsweise in Folge des UN-Klimaberichts in Europa die Einbeziehung der Luftfahrt in den Emissionshandel beschlossen. In den 90er Jahren hat in der Industrie von Regionalflugzeugen eine zunehmende Konzentration stattgefunden, da eine Reihe von Herstellern fusionierten, den Betrieb eingestellt oder den Bau von Regionalflugzeugen aufgegeben haben. Renommierte Hersteller wie Fokker, Dornier und Saab schieden in dieser Zeit aus dem Markt aus. Der Weltmarkt für die derzeit in Produktion befindlichen Turboprop-Flugzeuge mit 40-80 Passagiersitzen wird momentan von zwei Herstellern dominiert: Bombardier und ATR. Die Flotte der Turboprop-Flugzeuge in Betrieb – unabhängig vom Hersteller, dem Modell und der Größe – bestand im Februar 2007 aus über 13.000 Flugzeugen. Im Vergleich zu den Regionaljets ist das Durchschnittsalter der Turboprop-Flugzeuge bedeutend höher. So sind 69 % der Turbopropflugzeuge älter als 15 Jahre. Der Marktanteil der Turboprop-Flugzeuge liegt im Regionalverkehr bei rund 51 %.
Marktanteil Turboprops/Jets
■ Regionaljets 49 %
■ Turboprops 51 %
Aufgrund des relativ hohen Alters und der großen Anzahl von Turboprop-Flugzeugen in Betrieb besteht in den nächsten Jahren ein großer Bedarf an Turboprop-Flugzeugen, wenn ältere Flugzeuge durch neuere ersetzt werden müssen. Doch nicht nur durch den Austausch älterer Flugzeuge steigt voraussichtlich die Nachfrage nach Turboprops. Immer häufiger werden Regionaljets aufgrund der ökonomischen Vorteile der Turboprops durch diese ersetzt. Die nachfolgende Grafik gibt an, auf welchen Strecken die Q400 eingesetzt wird bzw. welcher Flugzeugstyp vormals auf diesen flog. Bombardier prognostiziert einen Anteil der Turboprop-Flugzeu-ge an den Neubestellungen im Größensegment der Regionalflugzeuge zwischen 20 und 99 Sitzen von 38% innerhalb der nächsten 20 Jahre. Insgesamt sollen 2.300 Turboprop-Flugzeuge bis zum Jahr 2028 ausgeliefert werden – davon allein 2.150 Flugzeuge in der Größenklasse 60 bis 99 Sitze. Zukünftig sollten auch die aufstrebenden Länder Indien und China vermehrt Turboprop-Flugzeuge bestellen. Bombardier erwartet in den nächsten 20 Jahren, dass rund 15% der Regionalflugzeuge der Größenklasse 20 bis 99 Sitzplätze in die beiden Länder China und Indien ausgeliefert werden und damit nur fünf Prozentpunkte weniger als nach Europa.
Eckdaten des Beteligungsangebotes
- Investition in den Wachstumsmarkt Regionalflugverkehr mit Zuwachsraten von über 10% p.a. in den letzten 35 Jahren
- Neues modernes Regionalflugzeug für 78 Passagiere vom Typ Bombardier Dash 8-Q400
- Günstiger Kaufpreis des Flugzeuges in Höhe von ca. USD 19 Mio. (Mittelwert der Marktwerte zweier Wertgutachten rund USD 20 Mio)
- Langfristiger Leasingvertrag mit Flybe über 10 Jahre plus 2 Jahre Verlängerungsoption
- Flybe ist mit rund 7 Mio. Fluggästen 2008/09 die größte europäische Regionalfluglinie und wurde vom weltweit führenden amerikanischen Fachmagazin „Air Transport World” zur besten Regionalairline der Welt 2009 gewählt
- Zins- und Währungssicherheit während des Leasingvertrages mit Flybe
- Flybe zahlt den für die Auszahlungen vorgesehenen festen Teil der Leasingraten vollständig in EURO
- 8% EURO-Auszahlung pro rata temporis (zeitanteilig ab Einzahlung, siehe §10 Gesellschaftsvertrag) bereits ab dem Jahr 2010 vorgesehen, über die gesamte Laufzeit ist eine Auszahlung von 251 % geplant
- Vollständige Tilgung des gesamten Darlehens während der Dauer des Leasingvertrages mit Flybe geplant
- Hohe Wirtschaftlichkeit des Flugzeugtyps: rund 30% niedrigere Betriebskosten als Regionaljets vergleichbarer Größe
- Hohe Umweltverträglichkeit des Flugzeugtyps: rund 30% niedrigerer Kerosinverbrauch als Regionaljets vergleichbarer Größe
- Steigende Kerosinpreise führten in den letzten Jahren zu einer sehr hohen Nachfrage nach diesem Flugzeugtyp
- Betriebskosten werden während der Laufzeit des Leasingvertrages vollständig von Flybe übernommen
Zu den Dokumenten und allen weiteren informationen: Flybe Edinburgh